Sinusitis bei Katzen
Nasennebenhöhlenentzündung
sinus = Nasennebenhöhle
itis = Entzündung
Man unterscheidet in akute und chronische Sinusitis.
Akute Sinusitis entsteht aus einem Schnupfen, wenn ducrh Schwellung der Schleimhäute oder anatomischen Gegebenheiten der Sekretabfluß aus den Nasennebenhöhlen behindert wird. Häufige Anzeichen sind Fieber und Abgeschlagenheit.
Chronische Sinusitis entsteht aus der nicht heilenden akuten Sinusitis. Z.B. durch anatomische Verformungen, wie z. B . bei den Perserkatzen.
---Ursachen---
Eine Sinusitis kann durch eine aufsteigende Infektion der Nase zustande kommen. Aber auch durch Verstopfung der normalen Abflusswege der Nebenhöhlen (z.B. bei Perserkatzen). Weitere Auslöser können aber auch Tumore, Traumen oder Zahnwurzelerkrankungen sein. Auftreten kann die Sinusitis bei allen möglichen Tieren, wie zum Beispiel auch bei den Hunden( Möpse, Pekinesen), bei Kälbern, bei Vögeln, wie auch bei Pferden.
---Symptome---
Schleimig eitriger Nasenausfluss der durch Kopfschütteln schubweise ausgeworfen wird. Ein sehr zäher Schleim der auch einfach mal so aus der Nase läuft, z.B. beim Wechsel von warm auf kalt oder umgekehrt.
Stirnpartien können auffallend vorgewölbt sein und sind bei Berührung schmerzhaft. Muß aber nicht alles zusammen auftreten.
---Wohnumgebung---
Die Katze sollte in einer Rauchfreien Umgebung wohnen und es sollten keine Sprays verwendet werden, wie z.B. Deospray, Raumspray, Insektenspray. Aber auch Parfums können die Sinusitis verschlimmern. Das heißt jetzt nicht, das man nie wieder ein deo benutzen soll, aber vielleicht nicht unbedingt sprühen wenn im Bad kein Fenster ist und die Katze im Raum ist.
---Behandlungsmöglichkeiten---
Homöopathisch gibt es verschiedene Medikamente die man einsetzen kann. Es gibt da keine pauschal Mittel. Es kann sein das man mehrere Mittel ausprobieren muß, bis man das richtige findet. Möglichkeiten wären z.B. Hepar sulfuris D6 bei eitrigem Ausfluss, oder Hydrastis bei dick gelbem Ausfluss mit blutigen Absonderungen, Echinacea D6 zur Stärkung des Immunsystems...und so weiter. Man sollte sich da aber bitte ordnungsgemäß beraten lassen.
Schüßler Salze können auch zum Einsatz kommen zum Beispiel mit Calcium sulfuricum (Nr.12). Es sorgt für den Abbau von Eiter und wird bei chronischen Prozessen eingesetzt. Aber auch da bitte beraten lassen.
Aus der Phytotherapie kann man innerlich Ackerschachtelhalm, Holunderblüten Spitzwegerich und Königskerze einsetzen. Äußerlich kann Salbei oder Lavendel auf den Schlafplatz geträufelt werden.
---Leben mit einer Sinusitiskatze---
Man kann sehr gut mit einer „Sinusitiskatze“ zusammen leben. Es ist nicht ansteckend. Die Katze ist meist sehr anhänglich, schmusig, ruhig und schläft viel.
Was man halt des öfteren in der Wohnung findet ist ein wenig ausgeschüttelter Ausfluss. Den kann man aber leicht aufnehmen oder wegwischen. Auch das verrotzte Näschen sollte immer mal wieder geputzt werden. Ich habe mir eine Taschentuchbox in der Küche und im Bad hingestellt, so habe ich jederzeit Zugriff und kann es entfernen.
Allerdings sind die Geräusche einer „Sinusitiskatze“ sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Kater schnarcht wahnsinnig laut. Er röchelt immer mal wieder zwischendurch, außer hat sich gerade aus geniest, dann kriegt er richtig gut Luft und ist genauso ruhig wie mein „normaler“ Kater. Manchmal hustet er auch und macht seltsame Geräusche beim fressen und trinken.
Ansonsten ist er genauso ein toller Kater wie mein andere auch.

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